Geywitz und Özdemir tauschen sich zu Holzbau und Stallumbau aus

    Die Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz, sowie der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, haben sich bei Terminen in Stuttgart und Umgebung über die Themen Stallumbau und Holzbau ausgetauscht. Zuerst stand der Besuch eines Unternehmens auf der Agenda, das auf Holzfertigbau spezialisiert ist. Geywitz und Özdemir betonten in dem Zusammenhang die Bedeutung von Holz als nachhaltigem Baustoff und kündigten an, Eckpunkte für eine Holzbauinitiative vorzulegen.

    Bundesministerin Geywitz: „Die Nutzung von Holz im Gebäudebau ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Holz speichert CO2, es hat eine lange Haltbarkeit und kann wiederverwendet werden. Darüber hinaus handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Damit leistet Holz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Mittlerweile gibt es immer mehr innovative Unternehmen in der Bauwirtschaft, die auf Holz setzen, oder die ihre Holzbau-Sparte ausbauen. Diese positive Entwicklung muss unterstützt werden! Daher haben wir gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium eine Holzbauinitiative ins Leben gerufen, mit der wir der Nutzung von Holz im Gebäudebau Rückenwind geben wollen.“

    Bundesminister Özdemir: „Das Praktische mit dem Nützlichen zu verbinden – das verspricht unsere Holzbauinitiative. Denn gerade für den klimafreundlichen Wohnungsbau ist Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ein bedeutender Rohstoff, mit dem sich nicht nur effizient und nachhaltig bauen lässt, sondern der auch Kohlenstoff langfristig bindet und so das Klima schützt. Im Gebäudebereich ist der Holzbau bislang die einzige für die breite Anwendung verfügbare Technologie, mit der Kohlenstoff im Tragwerk und der Hülle von Gebäuden gespeichert werden kann. Gleichzeitig können endliche Ressourcen geschont und Materialien mit einer schlechteren Ökobilanz ersetzt werden.“

    Der zweite Termin führte die Bundesbauministerin und den Bundeslandwirtschaftsminister auf einen Schweinehof. Hier informierten sich Geywitz und Özdemir über die Notwendigkeit des Umbaus der Tierhaltung, mit welchen Herausforderungen umbauwillige Betriebe konfrontiert sind und welche Änderungen es im Bau- und Planungsrecht braucht.

    Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir: „Die deutsche Tierhaltung wird nur eine gute Zukunft haben, wenn wir für mehr Tierwohl sowie Klima- und Umweltschutz sorgen. Als Bundesregierung wollen wir die Landwirtinnen und Landwirte dabei unterstützen, dass sie ihre Ställe artgerecht umbauen – und das heißt mehr Platz für weniger Tiere. Die Haltungskennzeichnung ist auf dem Weg, auch die Anschubfinanzierung für den Umbau ist gesichert. Damit Betriebe ihre Ställe zügig umbauen können, braucht es noch Änderungen im Bau- und Planungsrecht. Dann haben mehr Höfe die Möglichkeit und den Anreiz, ihren Tieren Frischluft und Auslauf zu geben. Ich freue mich hier über die Unterstützung der Bauministerin.“

    Bundesministerin Geywitz: „Im Sinne des Tierwohls werden wir Verbesserungen an den baurechtlichen Bestimmungen vornehmen.“

    Quelle: BMEL

    Bildquelle: ML-Archiv

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