Geringster Rinderbestand in Brandenburg seit 1990

    Zum Stichtag 3. November 2020 gab es im Land Brandenburg 477.200 Rinder. Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg waren das 23.300 Tiere oder 4,7 Prozent weniger als im November des Vorjahres.

    Gleichzeitig ist das der geringste Rinderbestand im Land Brandenburg seit 1990. Auch deutschlandweit gab es einen Rückgang, der mit 2,9 Prozent aber etwas geringer ausfiel. Die Bestandsverringerung betrifft alle Altersgruppen.

    Die Zahl der Milchkühe ging innerhalb eines Jahres um 5.500 auf 137.100 Tiere zurück (–3,9 Prozent). Der Bestand an sonstigen Kühen – in Brandenburg sind dies fast ausschließlich Ammen- und Mutterkühe – verringerte sich um 2.600 auf 84.500 Tiere (–3,0 Prozent). Die Zahl der Kälber bis einschließlich acht Monaten nahm um 4.800 auf 100.800 Tiere ab (–4,6 Prozent).

    Deutlich stärker fiel der Rückgang bei den Rindern der Altersgruppen ein bis zwei Jahre und über zwei Jahre aus. So verringerte sich die Zahl der ein- bis zweijährigen Rinder um 7.600 auf 92.900 Tiere (–7,6 Prozent) und die Zahl der über zweijährigen Rinder (weibliche Rinder, die noch nicht gekalbt haben und männliche Rinder zusammen) um 2.100 auf 26.500 Tiere (–7,3 Prozent).

    Regionaler Schwerpunkt der Rinderhaltung in Brandenburg ist der Nordwesten des Landes. Mit 55.600 Tieren stehen die meisten Rinder im Kreis Prignitz, gefolgt von Ostprignitz-Ruppin mit 48.000.

    Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

    Bildquelle: ML-Archiv