Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland, haben der brandenburgische Landesregierung für ihren besonnenen Kurs im Umgang mit der jeden Winter bei Wildvögeln sporadisch auftretenden Geflügelpest den Rücken gestärkt.

Aus fachlicher Sicht gebe es keine nachvollziehbaren Gründe, schon wieder eine Stallpflicht zu verhängen und damit die besonders artgerechte und vom Verbraucher gewünschte Freilandgeflügelhaltung abzuwürgen, sagte Marco Hinze, stellvertretender Bundessprecher der FREIEN BAUERN: „Wir sehen mit Schrecken, wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sich dem Druck einer inkompetenten Veterinärverwaltung beugen und das Freilandgeflügel rücksichtslos wegsperren lassen. Deshalb heute ein ganz großes Lob für Brandenburg.“

Ökonomisch sei die Stallpflicht völlig überflüssig, erklärt der 48jährige Landwirt aus Krielow im Havelland, zumal moderne Geflügelställe ohnehin gegen den Eintrag von Krankheiten aller Art bestmöglich geschützt sind. Hintze: „Unsere Hähnchen- und Putenmäster haben die Lage im Griff – ihnen ist es doch egal, ob zusätzlich zu den tausenden Wildvögeln in ihrer Nachbarschaft noch ein paar Weihnachtsgänse rumflattern.“

Für die Tiere dagegen sei die Unterbringung in ungewohnten und oftmals ungeeigneten Notquartieren eine Quälerei, vom wirtschaftlichen Schaden der Freilandgeflügelhalter ganz zu schweigen.

Dass die brandenburgische Landesregierung nicht nur die Freilandgeflügelhaltung aufrecht erhält, sondern auch die Freiland- und Auslaufhaltung von Schweinen trotz ASP, beurteilen die FREIEN BAUERN als absolut sachgerecht und verhältnismäßig, führt Hintze aus: „Das ist ein wichtiges Signal für eine Seuchenbekämpfung mit Sachverstand und Augenmaß und ich bin sicher, davon können andere Bundesländer eine Menge lernen.“

Bild von NickyPe auf Pixabay

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