FREIE BAUERN legen Thesen zur Zukunft der Landwirtschaft vor

    Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe in Deutschland, haben in einem Schreiben an den Vorsitzenden der Zukunftskommission Landwirtschaft Peter Strohschneider fünf Thesen zur Zukunft der Landwirtschaft vorgelegt. Der bäuerliche Familienbetrieb sei die leistungsfähigste Agrarstruktur, heißt es darin, deshalb bedürfe es zunächst vor allem einer umfassenden Deregulierung zugunsten der Bauern. Agrarpolitik müsse monopolartige Strukturen bei den Marktpartnern der Landwirtschaft aufbrechen und Einfuhren aus Ländern mit niedrigeren sozialen und ökologischen Standards unterbinden. Und Naturschutz dürfe künftig nicht mehr als Flächenstillegung stattfinden, sondern als enger Biotopverbund in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft.

    In ihrem Schreiben bezweifeln der Bundessprecher der FREIEN BAUERN Alfons Wolff und sein Stellvertreter Marco Hinze, dass die Bundesregierung bei der Zusammensetzung der Zukunftskommission eine glückliche Hand bewiesen hat. Wolff und Hintze kritisieren, dass die Organisatoren der Bauernproteste mit nur einer Person vertreten sind und der Deutsche Bauernverband über seine Mitgliedsverbände mit insgesamt acht Personen. „Angesichts der Tatsache, dass die Proteste ausdrücklich am Bauernverband vorbei organisiert wurden, und vor dem Hintergrund, dass sich Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied gerade erst wieder von angeblich zu radikalen Berufskollegen distanziert hat, befürchte ich eine relativ langweilige Diskussion“, sagte Wolff.

    Obwohl die FREIEN BAUERN nicht eingeladen sind, bieten sie an, sich in die Debatte einzubringen. „Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft sind wir“, schließen sie selbstbewusst: „So lange wir trotz Preisdruck, Überregulierung und ideologischer Verunglimpfung weiter säen und ernten, mästen und melken, haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass der Bauernstand zu seinem Recht und diese Gesellschaft zur Vernunft kommt.“

    Quelle: Freie Bauern