Entwicklung der schweren und tödlichen Waldunfälle und Maßnahmen zur Risikominimierung

    Auch das Jahr 2020 ist in Bayern wieder geprägt von vielen schweren und auch leider zu vielen tödlichen Waldunfällen. Betroffen ist im überwiegenden Ausmaß der bäuerliche Waldbesitz.

    Zunehmende Waldschäden (Trockenheit, Dürre, Schadinsekten, Pilzbefall) zwingen Waldbesitzer, tätig zu werden.

    Schlechter Holzpreis einerseits und geringere Käferschäden im Süden Bayerns aufgrund der besseren Wasserversorgung andererseits dämpfen die Unfallentwicklung.

    Schwere „Käferschäden“ im Fränkischen, speziell im Frankenwald, lassen dort weiter steigende Unfallzahlen erwarten.

    Grundsätzlich gilt: Großflächige Schadereignisse senken die Unfallzahlen – hier wird verstärkt Technik eingesetzt.

    Viele kleine Schadereignisse (z. B. kleine Käfernester, Einzelbaum-Würfe, vereinzelte Schneebruchbäume, „fleckenweise“ absterbende Bäume wegen Dürre oder Trockenheit) treiben das Unfallgeschehen in die Höhe – insbesondere im bäuerlichen Wald.

    Bäuerlich geprägte Waldbesitzer sind diejenigen, die sich Waldarbeit durchaus zutrauen und die auch gerne im Wald arbeiten, ihre Kernkompetenzen nicht im Wald haben, sondern in der Rinderzucht, Milchviehwirtschaft, in der Schweinezucht/-mast, im Biogas oder im Ackerbau.

    Sie sind die am meisten gefährdete Gruppe. Sie tragen das höchste Risiko im Wald zu verunglücken.

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