EIN KOMMENTAR VON ELKE PELZ-THALLER

Münster – oder – langsamer Agrar-Aderlass bis zum Tod?

Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass die Stellschrauben gezielt, Schritt für Schritt, gegen die deutsche Landwirtschaft, mit System immer enger gezogen werden!

Zudem glaube ich, dass dies in irgendwelchen Hinterzimmern längst als formuliertes Ziel fixiert wurde. Diese „Hinterzimmer“ finden wir nicht im deutschen Bundestag, dieser ist lediglich die Exekutive. 
Ich denke, da müssen wir auf anderen Ebenen suchen.

Wer den Welthandel beobachtet wird feststellen, dass Deutschland auf seine Exportschlager Auto, Pharma und Banken setzt. Im Gegenzug werden Zugeständnisse ausgehandelt, die den Import bestimmter Waren ins Land sichern.

Es gibt viele „Agrarstaaten“ auf dieser Welt! Die können „viel“, die können „billig“, die können „ohne viel oder gar keine Umweltauflagen“!

Deutschland zieht sich das weiße Umwelthemd an, die Kunden kaufen „noch billiger“ und die „Deutsche Welt“ ist in Ordnung.

Ach ja – ein klein wenig Psychologie sei auch noch erwähnt. Wie schafft man u.a. Zusammenhalt? Geht ganz einfach! Man benötigt ein gemeinsames Feindbild, welches man sukzessive aufbaut. Dazu braucht’s natürlich das staatliche Fernsehen und einen großen Verteiler. Ein wenig Angst in die Köpfe der Menschen und schon ist man am Ziel.

Ich sage nicht, dass es in der Landwirtschaft nicht auch noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt – allen Lesern sei aber auch mitgeteilt, dass Deutschland, Österreich (die sind noch besser) und die Schweiz, Weltmeister der Rubrik „Umweltverträgliche Lebensmittelproduktion“ sind.

Die Deutsche Landwirtschaft befindet sich mittlerweile in der Schnappatmung – aber ganz offensichtlich kann man auf beste Lebensmittel dieser Welt gut verzichten.

Ja es ist ernst, sehr ernst, nicht nur für die Konsumenten, die immer mehr unkontrollierte Nahrung verzehren müssen, sondern auch für die Familien, die die bisher weltmeisterliche Produktion, trotz immer höherer Auflagen gemeistert haben.

Der Krug geht aber nur solange zum Brunnen, bis er bricht! 
Wie wäre es, statt einem 7 Punkte Plan einfach mal mit Ehrlichkeit? Wie wäre es mit der Aussage: 
„Liebe Landwirte, wir dürfen Euch nicht mehr wollen, Anordnung von gaaaanz oben!“

Das wäre zwar bitter, aber ehrlich! Dann überspringen unsere Höfe einfach mal eine Generation …… die Übernächste wird gefragt sein, wie nie zuvor. 
Wenn ganze Breiten nicht mehr fruchtbar sein werden auf dieser Welt, wird man auf Knien betteln, dass man hier jeden Quadratmeter zur Lebensmittelproduktion nutzen darf – und ich bin mir sicher, da kräht kein Hahn mehr danach „WIE“ angebaut wird – Hunger ist das überzeugendste Argument, welches unsere jetzige satte Gesellschaft nicht kennt ……

…… machen wir uns frei von politischen Abhängigkeiten, wirtschaften wir unternehmerisch, wenn möglich subventionsfrei, lassen wir uns nicht wieder mit neuen „Ausgleichszahlungen“ in die vernichtenden, pathologischen Fänge des Staates zwingen, suchen wir uns unsere Zielgruppen und Kunden selbst. Es gibt sie weltweit!

Wir wissen, was wir essen – und die nächsten 20 Jahre werden viele irgendwie überstehen …… und dann ……. sehe ich entspannt zu, wie sich unsere Enkel vielleicht dafür entscheiden, den bis dahin angesehensten Beruf auf dieser Welt zu erlernen.

Eure Elke Pelz-Thaller #DieMentalbäuerin“ 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte hinterlassen sie einen Kommentar
Bitte geben sie ihren Namen an