Demonstration bei Freiberger Lebensmittel -Lebensmittel Herkunftskennzeichnung ! Jetzt !

    Bei Fertigprodukten ist es noch wichtiger, dass die Herkunftskennzeichnung stattfindet.

    Das fordern die Landwirte im ganzen Land. Die Politik und auch der Lebensmitteleinzelhandel müssen JETZT handeln. Deshalb waren die Landwirte am Mittwoch den 16.12.2020 vor der Firma Freiberger in Berlin. Nur der Werksleiter bemühte sich vor die Tür und vertröstete die Landwirte. Der Werksleiter überreichte eine Visitenkarte und nahm nicht einmal das Forderungspapier entgegen. Das Forderungspapier wurde im Briefkasten eingeworfen.

    Die Freiberger Lebensmittel GmbH & Co. Produktions- & Vertriebs KG ist ein deutsches Unternehmen und ein internationaler Hersteller von gekühlten und tiefgekühlten Produkten mit Hauptsitz in Berlin. Die Firma Freiberger gehört der Südzucker AG. Im weitesten Sinne liegt dieses Unternehmen in Bäuerlicher Hand. Die Landwirte kreideten der Firma Freiberger an, wie sie ihre Firmenphilosophie aufgestellt haben.  Gerade dieses Unternehmen sollte eine Pionier Stellung in der Herkunftskennzeichnung übernehmen. Es wird argumentiert das dies zu teuer wäre und es schlecht umsetzbar ist.

    Aber gerade an unseren Nachbarn Österreich sehen wir, dass dies wunderbar funktioniert und sehr gerne angenommen wird. Dort ist die Herkunftskennzeichnung bald verpflichtend. Gerade deshalb soll es auch bei uns verpflichtend werden. Es kann nicht sein, dass ein und dasselbe Produkt einmal für den österreichischen Markt mit Herkunftskennzeichnung und einmal für den deutschen Markt ohne Herkunftskennzeichnung produziert werden.

    Es ist auch im Interesse des Konsumenten das er eins zu eins weiß, wo die verarbeiteten Produkte herkommen. Somit kann man auch nachvollziehen, unter welchen Standards, die Produkte wie zB für die Pizza hergestellt werden.

    Bauerdemo Freiberger Berlin 16.12 2 1
    Der Werksleiter mit einem Teil der Demonstranten

    Die Standards in Deutschland sind einer der höchsten in Europa und somit produzieren die Bauern ein wertvolles Lebensmittel, das auch eine nach Vollziehbarkeit verdient hat.  Dadurch ist die Herkunftskennzeichnung eine win-win Situation für Verbraucher und Landwirt. Dies muss aber auch in Klarschrift geschehen und nicht verschlüsselt als QR-Code.

    Bei dieser Herkunftskennzeichnung kann man auch die Milch für den Käse zurückverfolgen. Den Platz für den Nutri-Score könnte man so sinnvoll verwenden und mehr Transparenz beweisen. Der Lebensmitteleinzelhandel fordert mehr Transparenz gegenüber den Landwirten, so könnten aber sie auch mehr Transparenz gegenüber den Konsumenten geben. Auch der Landwirt ist Konsument.

    Video – Nutri-Score reine Schönfärberei?

    Wie heißt es so schön.

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst – er würde umgehend Bauer werden.

    Hier die offizielle Pressemitteilung:

    Am 16.12.2020 demonstrierten Landwirte aus dem gesamten Firma Freiberger Lebensmittel GmbH Berlin. Es handelt sich dabei um Europas größte Pizzafabrik. Diese ist eine hundertprozentige Tochter der Südzucker AG, einer bäuerlichen Genossenschaft.
    Die Landwirte forderten einerseits eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung der verarbeiteten Rohstoffe auf der Verpackung in Klarschrift und zum anderen, dass eine Firma, welche sich in bäuerlicher Hand befindet, ausschließlich die Erzeugnisse der heimischen Berufskollegen einsetzen. „…diese Solidarität erwarten wir von den Kollegen.

    Außerdem werten sie unsere Arbeit und Erzeugnisse ab, wenn sie das nicht tun.“-sagte ein Demonstrationsteilnehmer.
    Herr Lutz-Michael Krebs, Werksleiter der Firma Freiberger trat vor die Türe. Er war jedoch nicht bereit, mit den Anwesenden Demonstranten in Dialog zu treten oder einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Herr Krebs übergab lediglich seine Visitenkarte. Er sagte, dass er einen Austausch nur schriftlich führen würde. Die Entgegenname des Forderungsschreibens verweigerte er. Dieses
    wurde von den Demonstranten in den Briefkasten geworfen.

    Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Herr Rukwied ist trotz mehrfacher Einladung nicht erschienen. Er war scheinbar nicht bereit die Fragen der Bauern, welche zum Teil auch Mitglied im Bauernverband sind, zu beantworten. Dies frustrierte speziell die Mitglieder sehr.

    Die Organisatoren der Demonstration sind sehr enttäuscht vom Verlauf des Tages. „Die Herkunftskennzeichnung wäre auch für Verbraucher und Umwelt sehr wichtig. Der Verbraucher hat ein Recht auf Transparenz und kann sein Umweltbewusstsein dann in die
    Kaufentscheidung mit einfließen lassen. Schließlich bedeuten regionale Rohstoffe auch weniger Transporte und Autobahnkilometer. Unsere hohen Standards in der Landwirtschaft sind bei Importen ebenfalls nicht gegeben.“-sagt Andreas Forster, einer der Organisatoren.

    Die Landwirte würden sich sehr wünschen, dass die Verbraucher bei den anstehenden Weihnachtseinkäufen auf die Herkunft der Lebensmittel achten-wenigstens da wo es auf der Packung steht.

    Bildquelle: LsV Mittelfranken

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