Ausgelöst durch die Corona-Pandemie ist die Situation bei den Schweinehaltern in Deutschland äußerst angespannt. Schließungen mehrerer Schlachthöfe führen zu einem starken Absatzeinbruch in der gesamten Erzeugerkette, da Schlacht- und Zerlegekapazitäten fehlen. Die Schweineerzeuger haben keine Möglichkeiten, ihre Tiere in ausreichenden Mengen abzugeben, die Ställe sind überfüllt und Schweine fallen aus den Schlachtmasken, dadurch ist auch das Tierwohl stark gefährdet.

Land schafft Verbindung Deutschland e.V.i.G. fordert, keine weiteren coronabedingten Schließungen von Schlachthöfen zuzulassen, sondern vielmehr lückenlose, möglichst tägliche Tests der Mitarbeiter zu organisieren, wie es bereits bei einem Schlachthof umgesetzt ist. Dieses möglichst einheitlich für alle Schlachthöfe anzuwendende System filtert die erkrankten Mitarbeiter heraus und schützt die anderen frühzeitig vor Ansteckung. Um einen weiteren Betrieb zu ermöglichen, muss auch eine Arbeitsquarantäne der Mitarbeiter als Option bestehen, falls die Situation es erforderlich macht.

Wir fordern Frau Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die einzelnen Landkreise in der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu unterstützen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Des Weiteren benötigen die betroffenen Landwirte jetzt ebenfalls eine unbürokratische finanzielle Hilfe, auch hier ist das Eingreifen von Frau Klöckner dringend notwendig.

Der Vorstand

  • Dirk Andresen
  • Frank Böcker
  • Christoph Plass
  • Claus Hochrein
  • Johannes Wagenbach

Bildquelle: Tönnies

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