Bauerndemo 2.0 in München 26.11.2020

    Ein Jahr nach der großen Demo in Berlin, die den Höhepunkt der Protestbewegung der Landwirte darstellte, stellen wir uns die Frage, was sich seitdem in der Politik bewegt hat.

    Existenzbedrohende Gesetze und Verordnungen schweben weiterhin als Damoklesschwert über unseren Betrieben.

    Deswegen demonstrieren die Bauern am Donnerstag vor dem Landwirtschaftsministerium.

    Treffpunkt in München ist am 26.11.2020 um 11.00 Uhr der Karlsplatz ( Stachus), von hier geht der „Trauermarsch“ der Landwirte über die Fußgängerzone zum Landwirtschaftsministerium (Ludwigstraße 2). Hier beginnt die Kundgebung um 12.00 Uhr.

    Bei der Kundgebung haben nur Bauern, zu landwirtschaftlichen Themen das Wort. Verbands- und parteipolitische Reden werden nicht zugelassen.

    Wir werden für euch vor Ort sein und die Kundgebung mit einem Livestream auf unserem YouTube Kanal übertragen.

    https://www.youtube.com/c/ModernerLandwirt

    Die Punkte die bei der Kundgebung angesprochen werden:

    Planungssicherheit:

    Die vom Verbraucher geforderte gentechnikfreie Fütterung wird von uns seit Jahren mit einem erheblichen finanziellen Aufwand praktiziert. 

    Dies ist nun in Gefahr. Auf dem Parteitag „Bündnis 90 – die Grünen“ wurde verkündet, dass nun die Gentechnik in der deutschen Landwirtschaft eingeführt werden soll.

    Uns wird damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber unseren Konkurrenten genommen.

    Investitionen:

    Da sich Gesetze und Auflagen ständig ändern, sind in der Landwirtschaft die Investitionen in moderne Ställe größtenteils zum Erliegen gekommen. 

    Dadurch ist den Landwirten die Grundlage für Planungssicherheit nicht mehr gegeben.

    Gewässerrandstreifen:

    Der Landwirt soll die neu geforderten Uferrandstreifen umsetzen, jedoch ist die Staatsregierung nicht in der Lage den Landwirten dementsprechendes Kartenmaterial zur Verfügung zu stellen.

    Umgang mit uns Landwirten:

    Die zunehmende Auflagenflut, sowie die teilweise unmenschlich durchgeführten Kontrollen, führt zu einer zunehmenden Frustration unter uns Landwirten. 

    Dies wird unter anderem dadurch deutlich, dass psychische Erkrankungen vermehrt unter den Landwirten auftreten.

    Sogar die Selbstmordrate steigt an.

    Dazu trägt auch bei, dass die finanzielle Situation auf den Betrieben mittlerweile dramatisch ist.

    Leider kommen von der Politik keine Lösungen, sondern weitere Auflagen und Gesetze. 

    Bierzeltreden der Politik helfen uns hier nicht weiter, wir brauchen Lösungen.

    Alle konstruktiven Vorschläge von Seiten der Landwirtschaft finden leider keinen Eingang in die Gesetzgebung.

    Selbst frühere Untersuchungsergebnisse, die auf staatlichen Versuchsgütern gewonnen wurden, werden nicht berücksichtigt. 

    Wissenschaftliche Ergebnisse werden durch Ideologische Anschauungen überstimmt.

    Dies sind nur einige Punkte die uns Landwirten zu schaffen machen.

    WIR KÖNNEN NICHT MEHR