Agrobotix präsentiert den ersten autonomen Mähdrescher beim Gerstendrusch / FieldBee sorgt für exakte Navigation und umfassende Sensortechnik / Mähdrescher-Steuerung per Smartphone App / Kompaktes Druschsystem für optimalen Bodenschutz

In der vergangenen Woche fand in den Niederlanden eine Weltpremiere in Sachen Automatisierung in der Landwirtschaft statt. Erstmalig wurde hier ein fahrerloser, komplett autonom arbeitender Mähdrescher beim Gerstendrusch eingesetzt. Der kompakte Mähdrescher mit Raupenfahrwerk wurde als Pilotprojekt von dem niederländischen Erntespezialisten HuizingHarvest / Agrobotix in Kooperation mit FieldBee in einer Rekordzeit von nur neun Monaten bis zur Praxis entwickelt.

Im Mittelpunkt des Pilotprojektes, mit dem Erkenntnisse für die weitere Automatisierung von Erntesystemen gewonnen werden sollen, steht hier ein sehr kompakter Mähdrescher. Die Schneidwerksbreite beträgt zwei Meter mit einem Gesamtgewicht von rund 3,5 Tonnen und einem Korntankfassungsvermögen von einem Kubikmeter. Die Druschleistung liegt bei bis zu 0,6 Hektar pro Stunde im autonomen Betrieb.

Agrobotix hat sich für diese kompakte Mähdrescherbauform entschieden, um ein bodenschonendes Druschkonzept umzusetzen. Alle Mähdrescherfunktionen laufen komplett autonom und können vom Bediener per Smartphone-App überwacht und bei Bedarf gesteuert werden. Es besteht die Möglichkeit, alle Funktionen manuell oder komplett über eine Autopilot-Funktion zu betreiben.

Präzise Feldnavigation durch FieldBee
Das komplexe Steuerungs- und Navigationssystem wurde von FieldBee-Ingenieuren entwickelt. Für das exakte Anschlussfahren im Getreidebestand ist der Mähdrescher mit einem FieldBee RTK-System ausgestattet. Über das System werden auch spezielle Schneidwerks- und Druschfunktionen automatisch gesteuert, wie zum Beispiel eine Anpassung der Druschgewindigkeit, des Schneidwerks und der Haspelumdrehungen an den Zustand des Getreidebestandes.

Der autonome Mähdrescher wurde dazu mit einem FieldBee GNSS Receiver und FieldBee Autosteer-System ausgestattet, welche direkt in den Mähdrescher integriert wurden.

In einem weiteren Schritt soll der Mähdrescher jetzt mit zusätzlichen Sensoren ausgestattet werden, wie etwa zur Ertrags- oder Qualitätserfassung.

Gemeinsam mit Agrobotix arbeitet FieldBee an der Entwicklung weiterer autonomer Systeme, etwa im Bereich der Pflanzenschutz-Drohnen. Das System wird anlässlich der Agritechnica erstmalig auf einer Fachmesse vorgestellt. Weitere Informationen dann auf dem Messestand von HuizingHarvest in Halle 05, Stand D14 sowie unter www.fieldbee.com.

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