Alles Wende, oder was? Nach der Ernährungswende, Agrarwende, Verkehrswende, Klimawende nun also die Finanzwende. Und wer das bezahlen soll, bleibt unbeantwortet.

    Gastbeitrag von Carina Konrad MdB (FDP)

    Ich schaue lieber nach vorne als zurück. Die Agrarwende katapultiert uns derzeit in eine Gegenwart, die offensichtlich keiner will. Da werden Fortschritte mit einer Schlagzeile weggewischt.

    • Nie wurden Tiere besser gehalten
    • Nie wurden Lebensmittel gesünder produziert als heute

    Und das mit einer familiengeführten Agrarstruktur, die Arbeitsplätze und Wertschöpfung in ländlichen Räumen sichert und gleichzeitig unbezahlbare Werte auf dem Land schafft.

    Die schlagzeilengetriebene Politik gefährdet diese Strukturen und schafft neue, die doch angeblich keiner will. Wo die Fleischtheke voll bleibt, obwohl die Sauen lange im benachbarten EU-Ausland gehalten werden. Wo die Ökolebensmittel, deren Herkunft zweitrangig ist, die Regale erobern – zu Niedrigstpreisen.

    Wo der Tierwohlstall in der Eifel bei den von der Politik getriebenen Kostensteigerungen in der Produktion keine Chance mehr hat gegen den Kollegen aus Polen, Rumänien und Russland.

    Ich möchte eine andere Zukunft für die Landwirtschaft in Deutschland. Denn unsere Lebensmittel sind viel mehr wert, als sie uns alle kosten. Verbesserungen erreicht man am schnellsten, indem man den Betrieben die Chance gibt, Geld zu verdienen.

    Deshalb muss die Marktstellung der Bauern verbessert werden – das ist die politische Aufgabe – und deshalb muss die Preistreiberei durch Auflagen mit begrenztem Mehrwert aufhören.

    Pressereferentin Wahlkreisbüro Carina Konrad MdB

    Bildquelle: Carina Konrad